Planspiel BörseNatürlich können und werden auch Teams der Hochschule Mittweida antreten. Professor Volker Tolkmitt, Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften sagt: „Die Planspiele sind eine sehr gute Möglichkeit ein Verständnis für Märkte zu erhalten. Sie fördern das vernetzte Denken und die Identifikation mit der eigenen Tätigkeit.“ Der Clou: Da es sich um ein virtuelles Spiel handelt, können sich die Teilnehmer ohne Risiko ausprobieren und so bei ihren Investitionsentscheidungen ein höheres „Risiko“ eingehen. „Ich glaube nicht, dass man mit einer Sicherheitsstrategie gewinnen kann“, meint Professor Tolkmitt.

Beim Planspiel erhalten die Teams ein virtuelles Startkapital von 100.000 Euro. Ziel ist es, das Kapital durch geschickte Käufe und Verkäufe gewinnbringend zu vermehren. Innerhalb der Spiels werden 200 deutsche und internationale Aktien, Fonds, festverzinsliche Wertpapiere und Zertifikate mit ihren realen Werten gehandelt. Am Ende wird jedes Depot zweifach ausgewertet: nach dem Depotgesamtwert und nach dem Nachhaltigkeitsertrag.

Fair gehandelt?

Nachhaltigkeit bedeutet im Zusammenhang mit dem Börsenspiel, dass die Teams mit den Investitionen Verantwortung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt übernehmen sollen. Beispielsweise können Unternehmen mit Fair-Trade-Produkten handeln oder Konsumenten kaufen Ökoprodukte. Wichtig ist, dass alle drei Faktoren der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden.

Prof. Tolkmitt sieht im Spiel eine große Chance für die Mittweidaer Studenten: „Das ist natürlich eine tolle Gelegenheit für die Studenten. Verschiedene Unternehmen werden schauen, wer sich von der Masse abhebt und die Fähigkeit hat über den Tellerrand zu blicken.“

Auch die Sparkasse Mittelsachsen beteiligt sich an der aktuellen Spielrunde und hat für die Gewinnerteams verschiedene Preise ausgelobt. Voraussetzung für die Berücksichtigung ist, dass man sich auch über die Sparkasse Mittelsachsen zum Börsenspiel anmeldet. Die neue Runde des Börsenspiels beginnt am 1. Oktober 2013. Anmelden könnt ihr euch unter www.planspiel-boerse.de

Tipps für ein erfolgreiches Studium

1. Motivation schaffen

Jeder ist in der Lage ein Studium erfolgreich abzuschließen, eine gewisse Motivation vorausgesetzt. Dazu gehört sicherlich das Interesse für die Studienrichtung, aber auch die Bereitschaft sich eigenständig Wissen anzueignen. Wenn ihr das als Grundvoraussetzung mitbringt, steht einem guten Start ins Studium nichts entgegen.

2. Unterschiedlicher Wissensstand

Die Problematik beginnt bereits am ersten Tag. Alle Studienanfänger bringen individuelle Voraussetzungen und einen unterschiedlichen Wissensstand mit und sollen fortan gemeinsam unterrichtet werden. Das kann nicht funktionieren ohne einige zu über- andere zu unterfordern. Die Profs setzen Grundkenntnisse voraus, die ihr am besten schnell nachholt. Letztendlich ist ein Studium keine Schule mehr, jeder entscheidet selbst, was wichtig ist und was nicht.

3. Vorbereitung ist das A und O

Für Studenten, die ihr Studium nicht direkt ans Abitur anschließen, bieten sich die Vorbereitungskurse an. Und auch diejenigen, die wichtige Fächer abgewählt oder nur als Grundkurs belegt hatten, können die Gelegenheit nutzen ihr Wissen aufzufrischen.
Vorbereitungskurse gibt es in den Modulen Mathe, Chemie, Physik und Englisch und kosten zwischen 20 und 50 Euro. Die Lehrgänge finden drei Wochen vor Beginn der Vorlesungszeit im Wintersemester statt.

4. Wenn erst in der Vorlesung auffällt, dass Vorwissen fehlt

Studium heißt auch Selbststudium – zu jeder Vorlesung und jedem Seminar ist der gleiche Zeitaufwand für selbstständiges Arbeiten vorgesehen. Das heißt Vorlesungsskripte nach- oder vorarbeiten, Übungsaufgaben lösen, Praktika vorbereiten, Lerngruppen bilden und natürlich Literaturstudium. Ganz nach dem Motto ohne Fleiß kein Preis.

Literaturstudium5. Literatur durchforsten

Studenten sind bekanntlich immer knapp bei Kasse und Literatur ist teuer. Neben den Büchern in der Bibliothek habt Ihr im Hochschulnetzwerk Zugriff auf digitale Literatur z.B. SpringerLink. Das geht auch von zuhause über VPN.

6. Fragen kostet nichts

Falls doch Unklarheiten im Studium auftreten, müsst ihr nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Es gibt immer die Möglichkeit Eure Professoren und Dozenten in deren Sprechzeiten aufzusuchen. Individuelle Betreuung wird an unserer Hochschule großgeschrieben. Der Vorteil ist zudem, dass anders als an großen Unis, bei uns in kleinen Seminargruppen unterrichtet wird. Nach Vorlesungen, in Seminaren oder im Praktikum: Einfach fragen.

7. Geteiltes Leid ist halbes Leid

Wenn ihr Probleme beim Lernen habt, dann probiert es doch mal mit Lerngruppen. Untereinander den Stoff der letzten Vorlesung durchzugehen, macht mehr Spaß als alleine im Zimmer zu sitzen. Zudem könnt Ihr sicher sein, dass Ihr den Stoff verstanden habt, wenn Ihr ihn anderen erklären könnt.

8. Nachhilfe von Studenten

Wenn der Vorlesungsstoff gar nicht in den Kopf will, sind Nachhilfestunden eine Alternative. Die kosten zwar Geld, sind aber mit Sicherheit günstiger, als ein weiteres Semester zu studieren. Meistens bieten sogar Studenten Nachhilfe an und können Sachverhalte verständlicher vermitteln als manch ein Professor.

9. Zeitmanagement

Ganz egal wie ihr lernt, es ist wichtig, dass ihr die Zeit effektiv nutzt und Struktur in euren Alltag bringt. Dazu gehören auch regelmäßige Lernpausen. Warum also nicht einen Plan erstellen, wann ihr lernt und wann Freizeit ist? Ebenso lassen sich Wartezeiten zwischen Veranstaltungen sinnvoll nutzen, zum Protokolle schreiben oder um den Lernstoff nachzuarbeiten. Ablenkung soll beim Lernen vermieden werden, also macht facebook aus und lasst den Abwasch Abwasch sein.

Nebenjob

10. Arbeit neben dem Studium

Wenn ein Nebenjob zur Finanzierung des Studiums notwendig ist, wieso dann nicht gleich das gelernte Wissen anwenden. Viele Unternehmen vergeben Jobs an Werkstudenten. Auch die Hochschule bietet interessante Möglichkeiten für studentische Hilfskräfte. Nachfragen lohnt sich also auf alle Fälle.

11. Die schönste Zeit des Lebens!

Ob Semester-Auftakt-Partys, WG-Partys oder Abende im Studentenclub; genießt euer Studentenleben, denn diese Zeit kommt nie wieder. Also vergesst die Erholung bei der ganzen Lernerei nicht. Wie das geht, wisst ihr sicherlich selbst am besten selbst!

Studentenwohnanlage

Studentenwohnanlage

WG oder Einzelzimmer?

Zunächst müsst ihr für euch entscheiden, ob ihre alleine oder mit anderen zusammen wohnen wollt. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Wenn ihr alleine wohnt, dann habt ihr eure Ruhe, ihr könnte selbst entscheiden, wann ihr das Bad nutzt und euch komplett ausleben. Dafür habt ihr nicht immer Gesellschaft und keiner wäscht für euch ab, wenn ihr mal keine Lust habt. In einer Wohngemeinschaft muss man sich natürlich auf seine Mitbewohner einstellen. Das kann auch zwischen den besten Freunden zu Reibereien und Streitigkeiten führen. Dafür ist immer jemand zur Stelle, wenn ihr ein Problem habt und ihr könnt euch in die Hausarbeiten teilen.

WG gesucht?

Wenn ihr euch für eine WG entschieden habt, dann könnt ihr zum Beispiel das Portal „wg-gesucht.de“ nutzen. Hier bieten Gemeinschaftswillige aus dem gesamten Bundesgebiet Wohnmöglichkeiten an. Auch für Mittweida finden sich entsprechende Angebote.

Wo soll ich wohnen?

Grundsätzlich kann man fast alle Strecken in Mittweida erlaufen. Ich persönlich würde eine Wohnung im Gebiet zwischen Bahnhof und Markt bevorzugen. Dann muss man höchsten eine Viertelstunde laufen, um zur Hochschule zu gelangen. Auch liegen verschiedene Lebensmittelmärkte, die Hochschulsporthalle, das Freibad, Apotheken, Ärzte und Dönerladen in diesem Gebiet.

Wohnheim oder privater Anbieter?

Studentenwohnheim

Studentenwohnheim

In Mittweida gibt es natürlich auch Wohnheime. Sie werden vom Studentenwerk Freiberg angeboten. Vier befinden sich direkt auf dem Hochschulgelände (Am Schwanenteich 8) und sieben weitere auf der Prof.-Holzt-Straße. Die Wohnheime bieten euch renovierte und vor allem möblierte Zimmer. Die Mietpreise liegen zwischen 190 und 250 Euro pro Monat. Die Kaution beträgt 300 Euro. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Zimmer sind möbliert und teilweise direkt auf dem Hochschulgelände. Es gibt sowohl WG-Zimmer(bis zu drei Mieter), als auch Einzelapartments. Außerdem sind die Mieten als Pauschalpreis angelegt, eine nachträgliche Erhebung von Nebenkosten gibt es nicht. Dafür laufen alle Verträge auf mindestens ein Jahr, ein vorzeitiger Auszug ist ohne Nachmieter nicht möglich.

Neben den Wohnheimen  gibt es natürlich auch private Anbieter. Eine Liste an Wohnungsanbieter und Vermittlern findet ihr unten. Privat vermietete Wohnungen und WG-Zimmer liegen in Mittweida zwischen rund 150 Euro und 250 Euro pro Monat. Dafür sind häufig die Nebenkosten nicht einberechnet und werden später separat erhoben. Außerdem sind die meisten Wohnungen nicht möbliert. Das kann von Vorteil sein, wenn ihr gern eure eigenen Möbel mitbringen wollt. Die Auswahl an Wohnmöglichkeiten ist in Mittweida gut. Eigentlich finden sich immer Zimmer oder Wohnungen, die frei sind. Aber Achtung: Oft ist in den Verträgen der privaten Anbieter festgeschrieben, dass ihr mindestens ein Jahr in der Wohnung bleiben müsst. Danach gilt meist die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten.

Wo kann ich mit meiner Familie wohnen?

Die Hochschule Mittweida führt seit 2009 das Zertifikat als familiengerechte Hochschule. Da ist es natürlich auch wichtig, dass junge Familien passende Wohnungen in Mittweida finden. Möglichkeiten gibt es dafür viele. Tamás Pásztor vom Immobilien Service Großer (ISG) sagt: „Entsprechende Wohnungen sind praktisch über die gesamte Stadt verstreut. Beliebt ist zum Beispiel das Villenviertel mit der die Post-, Schiller- und Südstraße. In diesem Gebiet wohnt man ruhig und kann vieles zu Fuß erreichen. Aber auch in den Anlagen rundum den Schwanenteich lässt es sich gut wohnen. Wenn man es etwas ländlicher möchte, dann sind Gebiete wie Altmittweida und Schönborn-Dreiwerden zu empfehlen.“ Neben der ISG bieten auch die Wohnungsgenossenschaft und die Wohnungsbaugesellschaft familiengerechte Wohnungen an.

Liste der privaten Anbieter

Immobilien Service Großer
Neustadt 25
09648 Mittweida
0 37 27 / 61 17 39
info@isg-mw.de
www.isg-mw.de

Wohnungsgenossenschaft Mittweida eG
Theodor-Heuss-Straße 23
09648 Mittweida
0 37 27 / 99 77 66 oder 99 77 77
info@wgmittweida.de
www.wg-mittweida.de

Wohnungsbaugesellschaft mbH Mittweida
Mühlstr. 1-3
09648 Mittweida
0 37 27 / 62 17 0
info@wbg-mittweida.de
www.wbg-mittweida.de

Familie Rico Wolff
Untere Hauptstraße 46a
09232 Hartmannsdorf
0 37 22 79 48 29
info@zimmer-mittweida.de
www.zimmer-mittweida.de

Immobilienbüro Böhler
Bahnhofstraße 37
09648 Mittweida
0 37 27 / 56 58 37 o. 25 98
manfred-boehler@mittweida.biz
www.immobilienmarkt-boehler.de

Jürgen Grießbach & Klaus Schröder
Gerhart-Hauptmann-Straße 72
09648 Mittweida
www.studenten-wg-mittweida.de

mathe_malaria_02Mathematik und Malaria – was auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpasst, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als spannende Schnittmenge zweier Wissenschaften: Biomathematik. Schneider trägt mit mathematischen Modellen dazu bei, neue Wege für die Bekämpfung der Krankheit zu finden.

Resistente Erreger breiten sich aus

„Um Malaria effektiv eindämmen zu können, braucht man wirksame Medikamente“, erklärt der 31-Jährige: „Leider entwickeln sich die Erreger immer weiter und werden resistent gegen die eingesetzten Wirkstoffe. Das gefährdet Malariakontrollprogramme weltweit und verursacht jährlich wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe.“ Daher müssen immer neue Methoden gefunden werden, um die Ausbreitung von medikamentenresistenten Malariaerregern zu verlangsamen und zu stoppen. Daran forscht Kristan Schneider unter anderem mit Partnern der amerikanischen Arizona State University und der Ewha Womans University in Korea. „Das ist aufregende, praxisnahe und gesellschaftlich relevante Forschung mit vielen spannenden mathematischen Anwendungen. Zusätzlich analysiere ich genetische Daten basierend auf eigens entwickelten mathematischen und statistischen Methoden.“ Der mittweidaer Professor versucht, durch verschiedene Modellansätze herauszufinden, welche Faktoren die Ausbreitung der resistenten Erreger beschleunigen oder verlangsamen. Mit seinen Ansätzen kann er erklären, weshalb sich Resistenzen bei einigen Malaria-Arten wesentlich schneller verbreiten als bei anderen. Sind die Faktoren erst einmal bestimmt, können die Forscher ableiten, was man tun kann, um Resistenzen bei den  „schnellen“ Arten einzudämmen. So sind dann weiterhin effiziente und zuverlässige Malariakontrollprogramme gewährleistet.

Erste Erfolge

mathe_malaria_01Schneiders Partner in den Vereinten Staaten ist Professor Ananias Escalante. Mit ihm arbeitete der gebürtige Wiener bereits von 2009 bis 2011 zusammen. Damals war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arizona State University. „Ich hatte mich auf Biomathematik spezialisiert. Die Universität suchte damals jemanden für den Bereich Modellierung und das Thema Malaria faszinierte mich“, erzählt Schneider. Der Kontakt blieb bestehen und entwickelte sich zu einer sehr erfolgreichen Forscherfreundschaft. Erst im Januar veröffentlichten beide einen Artikel zur Bekämpfung des Sumpffiebers im „Malaria Journal“ und erhielten dafür große Anerkennung in der Fachwelt. So machen sie weiterhin kleine Schritte auf dem Weg zur Ausrottung einer der schlimmsten Krankheiten unserer Zeit.

Schneider lehrt seit dem Wintersemester 2012 an der Fakultät Mathematik/Naturwissenschaften/Informatik der Hochschule Mittweida.

psychologische_beratung_01Einen Ausweg bietet die Psychologische Beratung von Dr. Petrica Seidl in Roßwein. Das Beratungsangebot richtet sich dabei an alle Studenten, egal ob Dirketstudium oder berufsbegleitender Studiengang.
Ob Probleme mit dem Zeitmanagement, Arbeits- und Leistungsprobleme, Selbstunsicherheit oder studienbezogene Probleme – all diese Themen können in der Beratung angesprochen werden. Dabei fällt der Psychotherapeutin auf, dass studienbezogene Leistungsprobleme und damit Ängste, Depressionen und Burnout in den letzten Jahren zugenommen haben: „Im Sommersemester 2012 habe ich ein Seminarblock zu Burnout mit Selbsterfahrungsanteilen über 40 Stunden angeboten. Jeder 2. Teilnehmer hatte Merkmale von Burnout.“ Ein Grund dafür läge in der Neustrukturierung des Studiums in Bachelor und Master.

Hilfe, wo sie gebraucht wird

Der Beratungstag in Roßwein ist der Mittwoch mit 5 Beratungssitzungen in der Vorlesungszeit jedes Semesters. Dafür ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Daneben ist auch der Kontakt über E-Mails möglich. „Manche Studenten wollen lieber anonym bleiben und bevorzugen die Klärung von Problemen per Mail“, erzählt Dr. Petrica Seidl, die bereits seit 2005 die psychologische Studentenberatung an der Hochschule anbietet.

Die Hilfestellungen sind dabei ganz unterschiedlich. So gibt es Beratungsgespräche im persönlichen Kontakt oder die Beratung per E-Mail mit Studenten, die über E-Mail anfragen oder die sie aus persönlichen Beratungskontakten kennt. Aber auch das Erlernen von Zeitmanagement im Studium und Beratung bei schwierigen Praktikumsproblemen zählen zu den Hilfemaßnahmen. Stressbewältigungstraining, Bewältigung von Burnout, sowie Entspannungstraining und Achtsamkeitstraining sind weitere Themengebiete.

Du bist nicht allein

Wie lange die Studenten in der Beratungsstelle sind, ist ganz unterschiedlich. Je nachdem welches Problem behandelt wird, kommen die Studenten nur zu einem Gespräch, viele aber auch über ein oder zwei Semester. Einige nutzen die Beratung auch über längere Zeit, vor allem, wenn Krankheit oder persönliche Lebenskrisen eine Rolle spielen. „Manchmal dauert es ein bis zwei Semester, bis die Studenten kommen, weil sie dachten, sie kommen allein zurecht. Manche haben auch zu lange gewartet, dann ist eine Psychotherapie notwendig“, erklärt Dr. Seidl. In diesen Fällen bietet sie eine Krisenintervention und stützende Gespräche an, bis ein Therapieplatz gefunden ist.

Die psychosoziale Beratung wird vom Studentenwerk Freiberg über die Semesterbeiträge der Studenten finanziert. Mittweidaer Studenten haben ebenfalls die Möglichkeit dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, ohne nach Roßwein zu fahren. In der Vorlesungszeit bieten die Mitarbeiterinnen des Studentenwerkes jeden Mittwoch abwechselnd Sozialberatung und psychosoziale Beratung an.

Wenn also Probleme auftreten, die ihr alleine nicht bewältigt könnt, zögert nicht, Kontakt aufzunehmen!

Kontakt:

Dr. paed. Dipl.-Psych. Petrica Seidl
Psychologische Psychotherapeutin
Ort: Querstr. 46, 04741 Roßwein
Telefon: 0351-4223802
E-Mail: info@praxis-seidl.de

Studentenwerk Freiberg
Büro: Haus 14 (Mensa) Raum 101 (Hauptverwaltung)
Weststraße 11
09648 Mittweida

Vortrag MIKOMI: Lustvoll arbeiten bis 120Das Thema der Veranstaltung wirft vermutlich bei jedem zunächst Fragen auf: „Lustvoll arbeiten bis 120“. Also noch 100 Jahre bis zur Rente, dachte ich mir als ich das las und zugegeben – diese Zahl erschreckte selbst mich, der sich durchaus zu den „Workaholics“ unter den Studenten zählt. Aber hey – stellen wir uns doch mal die Gegenfrage: Wenn ich bis dahin noch gesund und tatkräftig bin und Lust habe, meinen Teil zur Gesellschaft beizutragen, wieso sollte ich diese Chance im hohen Alter dann nicht wahrnehmen? Was sollte mich dazu bewegen, mit 70 in Rente zu gehen und dann die nächsten 50 Jahre auf der faulen Haut zu liegen?

Höheres Lebensalter dank Biotechnologie

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Prof. Dr. Renneberg

Extra aus Hongkong reiste Prof. Dr. Renneberg nach Mittweida. Der renommierte Biotechnologe hat es sich auf die Fahnen geschrieben, seine Wissenschaft auch dem interessierten Laienpublikum näher zu bringen. Um ein langes Leben zu sichern, seien natürlich nicht nur Technik und Medizin gefragt, sondern auch jeder selbst. Mit einigen Innovationen kann die Lebenserwartung aber auch noch zusätzlich erhöht werden. Rennebergs selbst entwickelter Schnell-Test zur Früherkennung von Herzinfarkten beispielsweise, passt in jede Hosentasche.

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Prof. Albrecht Hempel

Gemeinsam mit ihren Kommilitonen verfolgte die Masterstudentin Nadine Wappler die Veranstaltung. Die angehende Molekularbiologin empfand Prof. Rennebergs Vortrag als eine gute Einführung in die Thematik. „Der Vortrag hatte neben zahlreichen wissenschaftlichen Aspekten auch Witz, wodurch er insgesamt immer wieder aufgelockert wurde“, erklärt Nadine.

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Dr. rer. nat. Raimund Ködel

Regelrecht begeistert war sie aber vom nachfolgenden Referenten, Herrn Prof. Albrecht Hempel. Für ihn ist weniger die Quantität, denn die Qualität des Lebens das Entscheidende. Er leitet seit 2006 das Zentrum für Energie- & Umweltmedizin Sachsen, das High-Tech-Medizin mit ganzheitlichen Ansätzen verbindet. „Besonders die für mich neuartigen Methoden der medizinischen Untersuchung und die vielversprechenden Erfolgsaussichten fand ich äußerst aufschlussreich“, gibt Nadine zu. Der dritte Gast, Dr. rer. nat. Raimund Ködel, konzentrierte sich danach auf die unternehmerische Sicht des Älterwerdens.

MIKOMI für Studenten

Auch wenn man das jetzt glauben mag: MIKOMI ist kein Institut für Biotechnologen. Ausgeschrieben heißt es „Institut für Mittelstandskooperation Mittweida“ und hat das Ziel, den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis, also zwischen Hochschule und Unternehmen zu fördern. Dabei  richtet es sich explizit an Unternehmer und Führungspersonen des sächsischen Mittelstandes.

Davon können auch Studenten profitieren, wie mir Helmut Hammer, der Pressesprecher der Hochschule Mittweida, erklärt hat: „Für die Studenten sehe ich die Vorteile insbesondere im engeren Kontakt zu den Unternehmen und im Netzwerkcharakter.“ Die vielen interessierten Studenten zur Veranstaltung „Arbeiten bis 120“ zeigten eindeutig, wie groß das Interesse auch an einem engeren Kontakt zu den zahlreich anwesenden Unternehmensvertretern ist. „Durch MIKOMI könnten weitere Themen für Abschlussarbeiten aus den Unternehmen generiert werden“, meint Hammer weiterhin, „idealerweise haben die Firmen auch daran Interesse, die jungen Menschen nach der ersten Zusammenarbeit weiter zu beschäftigen.“

Wenn also alles gut geht, arbeite ich noch bis ich 100 Jahre alt bin – bis 120 ist mir dann doch zu lange –, profitiere vom Netzwerk, dass mir MIKOMI für den Berufseinstieg geboten hat und lasse mich im Berufsalltag durch das Institut mit seinen Angeboten immer auf dem Laufenden halten. Übrigens: Demnächst wird ein mit 1.000 € dotierter Preis entstehen, bei dem Abschlussarbeiten mit dem besten Theorie-Praxis-Transfer eines Abschlussjahrgangs prämiert werden. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Michael Keller

Michael Keller

1. Michael, du hast dir einen Teil deines Studium Generales für deine freiwillige Mitarbeit bei TMM anrechnen lassen. Wie kam das?

Das Ganze basiert auf einem Schriftstück aus dem Jahr 2011. Damals wurde im Rektorat beschlossen, dass man sich das Studium Generale auch über das „reflektierte Ehrenamt“ anrechnen lassen kann. Ich bin seit Beginn meines Studiums im September 2011 bei TMM dabei. Im letzten Sommer konnte ich einen Kurs im Studium Generale aufgrund des Rennens in Italien nicht wahrnehmen. Das nahm ich zum Anlass um hinsichtlich einer Anrechnung im KOMMIT nachzufragen. Die Sache ging dann relativ schnell von statten.

2. Und wie läuft der Anrechnungsvorgang ab?

Zunächst musste ich die Anrechnung natürlich auf Basis meiner freiwilligen Arbeit beantragen. Danach wurde vom KOMMIT geprüft, ob die Anrechnung meiner Tätigkeit überhaupt möglich ist. Als das klar war, musste ich noch einen Bericht über meine Zeit im Ehrenamt verfassen. Hier ging es weniger um das reine Aufzählen der Aufgaben, sondern vielmehr musste erläutert werden wie ich mich persönlich und fachlich durch das Engagement entwickelt habe. Im Team Sponsoring gibt es da eine ganze Menge. Der Bericht war also schnell geschrieben. Zum Abschluss gab es noch ein Gespräch mit den Verantwortlichen vom KOMMIT.

3. Team Sponsoring ist ein gutes Stichwort. Was hast du eigentlich bei TMM gemacht und warum bist du dem Team beigetreten?

Erst einmal muss ich sagen, dass ich ein sehr praktischer Mensch bin. Ich wollte von Anfang an Projekte mitgestalten. Als gelernter Verfahrensmechaniker kann ich im TMM mein technisches Wissen im kaufmännischen Bereich einbringen. Dazu kommt, dass ich als Jugendlicher auf der Sportschule in Dresden war und dadurch einen großen Bezug zum Sport habe. Im sportlichen Wettkampf liegt für mich der große Reiz. Sehr schnell merkt man, wie komplex die Formula Student ist und warum Unternehmen wie Volkswagen, BMW, Audi, Continental, BASF etc. Riesensummen in diese Rennserie stecken. Im Sponsoring haben wir natürlich die Aufgabe für Unterstützung des Teams durch externe Unternehmen zu sorgen. Dabei geht es um finanzielle Mittel sowie Sachsponsoring. Inzwischen haben wir unser Sponsoringkonzept angepasst – wie in einem Unternehmen bedeutet Stillstand ein Rückfall in der Weltrangliste. Deswegen wurde der Fokus ein wenig verschoben, um noch effektiver an die Unternehmen herantreten zu können. Wie erhofft, ist bei mir im Kontakt mit Sponsoren, Förderern und Freunden des Teams schnell eine gewisse Souveränität eingekehrt. Das überträgt sich in den Studienalltag.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Arbeit Spaß macht, aber auch mit viel Ehrgeiz ausgeführt werden muss. Über allem steht ein schnelles Auto im Sommer, dahinter müssen verschiedene Auffassungen auf eine Lösung hinarbeiten. Im kaufmännischen Bereich bringen Medientechniker, Medienmanager, Betriebswirte und Wirtschaftsingenieure ihre verschiedenen Denkweisen ein. Der Gesamtplatz ergibt sich immer aus einem schnellen Auto – und was viele nicht vermuten – durch den Nachweis guter Arbeit im Cost Report plus Businessplan. Erst nach einem Jahr zeigt sich dann, wie effektiv die Arbeit des Teams war. An den Hockenheimring kommen die besten Hochschulen der Welt. Abends auf den Zeltplätzen wird selbstverständlich dann auch mal ein Umtrunk gestartet. Schon jetzt im vorderen Drittel der Weltrangliste zu stehen bestätigt den Jahrelangen Entwicklungsprozess des Teams in allen Fachbereichen. Man sieht, wie viel Potential im Projekt schlummert. Neben den Rennen repräsentiert man die Hochschule Mittweida auch auf Messen wie der AMI Leipzig oder IAA Frankfurt.

4. Und was hat dir deine freiwillige Arbeit neben der Anrechnung gebracht?

Inzwischen bekam ich mehrere Praktikumsangebote. Das ist im vierten von sechs Semestern auch nicht Alltag. Die Kontakte hatte ich teilweise über meine Sponsoring-Tätigkeit gesammelt. Sämtliche Unternehmen bestätigten mir immer wieder, warum TMM-Mitglieder so interessant für sie sind. Teamwork, Leidenschaft, Identifikation wünscht sich jeder Firmenchef. Darüber hinaus der Faktor interdisziplinärer Projekterfahrung. Da schließt sich für mich persönlich der Kreis meiner Vermutung am Anfang des Studiums. Es werden Persönlichkeiten gesucht. Davon gibt es im Team mehr als genug.

Betreuung durch Mitarbeiterinnen im Campusbüro | © Campusbüro

Betreuung durch Mitarbeiterinnen im Campusbüro | © Campusbüro

Viele Studenten fühlen sich nicht verstanden und mit ihren Problemen alleine gelassen. Ob Studieren mit einer chronischen Krankheit oder Behinderung, studieren und gleichzeitig eine Elternrolle ausfüllen oder gar einen Angehörigen pflegen. Für all diese Probleme ist das Campusbüro eine Anlaufstelle.

„Geholfen wird an erster Stelle durch Beratung und Vermittlung der Hilfesuchenden zu ihren individuellen Anliegen“, erklärt Sozialpädagogin Melanie Kilger, „Je nachdem welche Probleme in Zusammenhang mit dem Studium auftreten, finden wir individuelle Hilfestellungen.“ So gibt es KiTa- und Krippenplätze in der Kooperationskindertagesstätte Auenzwerge. Falls alle Stricke reißen, bietet auch das Campusbüro Notfallbetreuungen an. Wenn die Lehrveranstaltungen bis in den Abend reichen und eine Betreuung am späten Nachmittag bis 19 Uhr notwendig ist, besteht auch die Möglichkeit die Kinder in der KiTa „Spielhaus“ nachbetreuen zu lassen. Vielen Studenten hilft es auch schon, sich einfach mal auszusprechen und mit ihren Problemen wahrgenommen zu werden.

Nachfragen lohnt sich

Behindertengerechtes Studieren

Behindertengerechtes Studieren

Was viele nicht wissen: Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen haben Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Das ist immer dann der Fall, wenn auf Grund dieser Beeinträchtigungen Probleme bei der Bewältigung des Studienalltags auftreten.

Das beginnt bei der Gestaltung von Studienabläufen und endet nicht selten bei der Teilnahme an Prüfungen. So ist es einem Rollstuhlfahrer nicht möglich drei Mal am Tag den Raum zu wechseln. Das Campusbüro versucht hier Einfluss auf die Raumgestaltung zu nehmen und lässt Räume buchen, die eng beieinander liegen. Der Nachteilsausgleich beinhaltet auch eine Entkrampfung der Prüfungssituation, bei der die Prüfungsformen und die Organisation angepasst werden können. Studenten, die beispielsweise unter Diabetes leiden, müssen regelmäßig ihren Blutzucker kontrollieren und auf ihre Nahrungsaufnahme achten – auch während der Prüfungszeit. All das lenkt natürlich beim Schreiben der Prüfungen ab und eine Konzentration auf den Prüfungsstoff fällt schwer. Eine Möglichkeit die Situation an die Bedürfnisse des Betroffenen anzupassen, ist eine Verlängerung der Prüfungszeit.

Individuelle Hilfe für jeden

„Wir versuchen die Handicaps soweit wie möglich runter zuschrauben, so dass die Nachteile abgemindert werden und eine Gleichstellung erfolgt“, verdeutlicht die Beauftragte für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung Jutta Dinnebier.
Sobald Betroffene selbst Handlungsbedarf sehen, sollten sie Kontakt zur Beratungsstelle aufnehmen und nicht erst warten bis es zu spät ist und sie durch die Prüfungen gefallen sind. Einfluss kann bereits vor Studienbeginn genommen werden, in dem Dozenten informiert werden und diese dementsprechend ihre Lehrveranstaltungen anpassen. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass bei Studenten mit Sehbeeinträchtigungen visuelle Medien vergrößert werden oder bei Studenten, die auf Grund einer Behinderung Probleme beim Schreiben haben, Kopien ausgehändigt werden.

Vielfältige Angebote

Veranstaltung für Studierende mit Kind | © Campusbüro

Veranstaltung für Studierende mit Kind | © Campusbüro

In unserer älter werdenden Gesellschaft nimmt zudem der Anteil der Pflegebedürftigen zu. Einige Studenten kümmern sich neben dem Studium um die Pflege von Angehörigen. Da wächst einem schnell mal alles über den Kopf. Auch in diesem Fall ist das Campusbüro eine gute Anlaufstelle und berät zu Pflegegesetzen und -leistungen.
Aber die Beratungsstelle bietet noch mehr. So gibt es Workshops und Seminare zu den Themen „Kinder und Medien“, „Rechtsgrundlagen für Gleichstellungsbeauftragte“ oder „Burnout/Ressourcenmanagement“.

Keine Angst

„Gefühlt haben wir den Eindruck, dass die psychischen Belastungserscheinungen zugenommen haben und weiterhin zunehmen werden“, stellt Melanie Kilger fest, „Zeit-, Stress- und Selbstmanagement, wichtige Schlüsselkompetenzen, die den Studierenden zunehmend verloren gehen, spielen dabei eine ganz wesentlichen Rolle.“ Wenn dieses der Fall ist, dann nichts wie hin zum Campusbüro. Die vier Frauen sind per E-Mail, Telefon und auch über facebook zu erreichen.

Kontakt:

Campusbüro für Familie und Chancengleichheit

Am Schwanenteich 4a (Haus 3, ehemaliges Copyland)

Tel: (0 37 27) 58 13 82

E-Mail: campusbuero@hs-mittweida.de

Web: https://www.hs-mittweida.de/campusbuero

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 9.00-14.00 Uhr

und nach Vereinbarung