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Gruppenfoto Campus Spezialisten| ©Michael Matthey

Wer sich unter „Studieren in Fernost“ nichts vorstellen kann, hier nun eine kurze Einleitung: Im Jahr 2008 haben sich die neuen deutschen Bundesländer zusammengeschlossen, um eine Kampagne zu starten, die Schüler aus den alten Bundesländern an ostdeutsche Hochschulen holen soll. Im Rahmen der Kampagne wurden auch die Campus Spezialisten ins Leben gerufen. An der Hochschule Mittweida gibt es die Campus Spezialisten seit 2009 und wir sind derzeit zu dritt.

Nun waren wir also nach Berlin eingeladen, um uns mit den anderen Campus Spezialisten auszutauschen. Leider konnte nicht unsere komplette Frauen-Power fahren, doch auch zu zweit haben wir die Hochschule  gut vertreten. Die Reise ging leider viel zu früh am Mittweidaer Bahnhof los, doch die Müdigkeit wurde schnell von Vorfreude verdrängt. Wir waren voller Erwartungen und neugierig auf die Erfahrungen und Tipps der anderen.

Campus Spezialisten im Workshop| ©Michael Matthey

In Berlin angekommen waren wir zunächst von der Scholz & Friends Zentrale, in der der Workshop stattfinden sollte, beeindruckt. Bevor der Workshop dann begann, konnten wir uns alle beim Mittagessen stärken und kennen lernen. Wir waren etwa 25 Studenten und Sachsen war mit sieben Studenten aus vier Hochschulen relativ zahlreich vertreten.

Schwerpunkt des Workshops war die Verwendung und der Nutzen von Facebook für die Campus Spezialisten. Zunächst hat jede Hochschule von seinen Erfahrungen berichtet, bevor wir Hinweise und Anregungen bekamen, die in kleinen Gruppen diskutiert wurden. Wir führten alle sehr interessante Gespräche und haben viele Ideen aus Berlin mitgebracht, die wir in Zukunft auch umsetzen wollen.

Abschied vom Berliner Bären| ©privat

Der Spaß sollte an dem Wochenende natürlich auch nicht zu kurz kommen. Nach dem wir den ganzen Samstag fleißig waren, sind wir abends noch lecker essen gegangen und haben uns die überflüssigen Kalorien beim Bowling gleich wieder abtrainiert. Am Sonntag haben wir den Workshop gemütlich beim Brunch ausklingen lassen und die Ergebnisse des Vortags noch mal Revue passieren lassen. Es war auf jeden Fall ein lustiges und lehrreiches Wochenende und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Ich bin Student mit Kind. Das macht das Studieren trotz guter Angebote der Hochschule manchmal zur reinen Logistik: Wann muss ich was abgeben, wo muss ich wie wann da sein, wann muss ich wo meine Tochter abholen, wann übernimmt das meine Frau.

In solchen Situationen ist es gut, dass das „Institut für Qualitätsmanagement, Studienmodelle und Mediengestützte Lehre“ der Fakultät Medien die neuen Techniken und Methoden für das ortsunabhängige Studieren entwickelt und einsetzt. Bei der Eröffnungsveranstaltung der Zusatzausbildung „Local Manager 2.0“, das in diesem Semester bereits zum dritten Mal stattfand, war das ein Gewinn für alle Beteiligten.

Ich sitze also zuhause vor meinem Computer und und logge mich in die Software „Adobe Connect“ ein. Und bin gleich überrascht: Ich sehe Frau Schmalfuß, die Projektleiterin, meine Kommilitonen aus der Fakultät für Medien, die in den Bänken sitzen, und noch einen mir unbekannten Mann, der zuhause vor seiner Webcam sitzt. Nach zehn Minuten ist klar: Das ist einer unserer Dozenten, Herr Andreas Bleicher. Er befindet sich in Berlin vor seinem Laptop, fast 240 Kilometer von Mittweida entfernt. Wir bekommen Zugriff auf seine Desktop-Oberfläche, die er für diese Veranstaltung zusammengestellt hat. Er gibt uns eine Einführung in seinen Modulteil. Die Studenten vor Ort bekommen Herrn Bleicher auf den Beamer durchgestellt. Wer will, kann ihm ganz einfach Fragen stellen, Frau Schmalfuß und ihr Team vermitteln.

Ich chatte also ein wenig und stelle Fragen zur Veranstaltung, während Herr Bleicher spricht. Er spricht von Marketing, als wäre es ein Lebensgefühl. Ich habe das Gefühl, selbst dabei zu sein. Um ehrlich zu sein, habe ich sogar das Gefühl, noch viel mehr Möglichkeiten zu haben als meine Kommilitonen, die ich beobachten kann. Es ist Studieren 2.0, Studieren ohne Ort, aber mit viel mehr Kommunikation. Über die Lernplattform kann ich mir nochmal alle Infos zum Modul, interaktive Übungen und die Aufzeichnung der Veranstaltung anschauen. Und wenn ich meinen Lehrbrief mal verlegen sollte – bekomme ich den dort auch.

Am nächsten Tag hole ich beim Projektteam meinen Lehrbrief ab, den alle Teilnehmer des Moduls erhalten. Ich werde gefragt: „Und, wie fandest du es gestern?“ Und ich antworte nur: „Das war der Wahnsinn.“

Wir haben André Baumjohann, Student der Hochschule Mittweida zum Career Service befragt.

André, welche Angebote des CSC hast du bereits genutzt?

Workshop des Career Service der Hochschule Mittweida

Workshop des Career Service der Hochschule Mittweida

Ich habe bis jetzt nur die Workshops des CSC wahrgenommen. Hier habe ich mich gleich zu einer ganzen Reihe von Workshops angemeldet. Von Social Media bis Konfliktmanagement war so gut wie alles dabei. Vor allem der Bereich  Management hat für mich eine große Rolle gespielt. Ich konnte die Erfahrungen aus dem Studium mit den Soft Skills aus den Workshops verbinden. Eine Kombination, die mich, denke ich, weiter nach Vorn bringt.

An den Treffen zwischen Studenten und Unternehmen konnte ich bisher nicht teilnehmen, würde dies aber in nächster Zeit gerne tun. Ich denke es ist wichtig, schon während des Studiums in den Dialog mit der Geschäftswelt  zu treten. Ich würde so gern erfahren, welche Voraussetzungen ich benötige und welche  persönlichen Dinge von mir erwartet werden.

Und was versprichst du dir von den Angeboten des CSC?

Ich verspreche mir vor allem einen Zugewinn an Soft Skills. Aus den bisherigen Workshops konnte ich einiges mitnehmen und ich denke, dass mir das tatsächlich beim Berufseinstieg helfen wird. Die Zertifikate am Anschluss eines Workshops sind für die Bewerbungsmappe nicht zu unterschätzen. Außerdem soll mir das CSC Kontakte in die Berufspraxis vermitteln. Es wäre Klasse, in die Unternehmen reinzuschnuppern, bevor ich mich dort bewerbe.

Empfiehlst du deinen Kommilitonen die Angebote des CSC?

Ja, ich empfehle meinen Kommilitonen die Angebote vom CSC. Es gibt dafür mehrere Gründe. Einer der wohl wichtigsten ist, die Relevanz von Soft Skills. Ich habe einmal gelesen, dass sie neben den fachlichen Kompetenzen eine große Rolle im Bewerbungsgespräch spielen. Hinzu kommen die kurzen Wege. Die meisten Angebote des CSC finden an der Hochschule statt. Ein  Punkt, den man auch nicht vergessen sollte ist, dass man für solche Angebote, wie sie das CSC ermöglicht, außerhalb der Hochschule richtig viel Geld bezahlt. Daher kann ich nur empfehlen, beim CSC vorbeizuschauen und sich von  diesem Angebot  überzeugen zu lassen.

Weitere Informationen zum Career Service Center der Hochschule gibt’s hier:

www.hs-mittweida.de/career

www.facebook.de/csc.mittweida

Um beide Ziele zu erreichen setzt das CSC erneut auf sein 4-stufiges Angebot. Hauptsäulen sind Beratungsangebote, Workshops, ein Jobportal und der Dialog zwischen Studierenden und potenziellen Arbeitgebern.

Doch einiges ist neu. Aufgrund der hohen Nachfrage im letzten Semester fand eine Steigerung der einzelnen Angebote statt. So wird das CSC beispielsweise bei der Beratung der Studierenden von einer privaten Arbeitsvermittlerin unterstützt. Bei der Auswahl der Workshops spielten die Erfahrungen der vergangenen Semester und das Feedback der bisherigen Teilnehmer eine große Rolle. Auch beim Thema Jobportal gibt es Entwicklungen. Ab sofort setzt das CSC auf die Kooperation mit dem Karriereportal für junge Akademiker „berufsstart.de“. Gemeinsam wurde ein Jobportal integriert, das mittlerweile rund 42.000 Stellen, Praktika und Abschlussarbeiten anbietet. Damit Studierende mit den Unternehmen direkt in Kontakt kommen, gibt es zukünftig mehr Unternehmerabende. Dabei handelt es sich um gemütliche Abende, an denen sich potenzielle Arbeitgeber im kleinen Kreis vorstellen und mit den Studierenden diskutieren.

Maria Horschig, 3. Semester Industrial Management über das CSC: „Ich habe an zwei Workshops teilgenommen – Bewerbungstraining und Konfliktmanagement. Themen, über die ich schon seit längerem mehr erfahren wollte. Beide Workshops waren sehr praxisnah, sind individuell auf die Teilnehmer eingegangen und haben mir gutes Rüstzeug für meine berufliche Zukunft mit auf den Weg gegeben. Ich finde es großartig, dass wir als Studenten solche Angebote kostenfrei nutzen können – normalerweise kostet sowas richtig viel Geld.“

Die Angebote des CSC richten sich an alle Studierenden der Hochschule Mittweida, die ihr Studium voraussichtlich in den nächsten 4 Semestern abschließen.

Ab sofort sind die Einschreibungen für die Workshops offen. Das gesamte Angebot steht ab sofort auf der CSC-Website bereit. www.hs-mittweida.de/career