Bachelor der Woche: Lasertechnik

Wer bei Lasertechnik an Star Wars denkt, dem sei an dieser Stelle gesagt: Laserschwerter gibt es nicht, das ist technisch schlichtweg nicht möglich. Das soll der Faszination am Laser aber keinen Abbruch tun, denn Einsatzgebiete dieser Technologie sind zahlreich und vielfältig.

Bachelor der Woche: LasertechnikDoch was ist Laser eigentlich? LASER steht für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation. Der Name verrät auch gleich das Funktionsprinzip. Zunächst schwache Strahlung wird durch die stimulierte Emission weiterer Photonen, welche die gleichen Eigenschaften besitzen, verstärkt. Aber warum ist diese Strahlung nun besonders? Im Unterschied zum Tageslicht oder dem Licht einer Taschenlampe besitzt der Laser nur eine Wellenlänge und dadurch nur eine Farbe. Damit sind völlig andere Effekte möglich. Die Laserstrahlung lässt sich z. B. besonders gut in einem Punkt bündeln. Die im Strahl enthaltene Energie kann somit konzentriert in Materialien eingebracht werden. Im Vergleich: Eine 75 W Glühlampe erhellt den Raum, ein 75 W Laser schweißt dünne Bleche. Weiterhin können wir heute mit Hilfe von Laserstrahlung z. B. schneiden, beschriften, Informationen übertragen und sogar operieren.

Der Laser im Alltag

bdw_lasertechnik_06Laser werden in DVD- und CD-Playern, in Barcode-Scannern an der Supermarktkasse oder zur Datenübertragung mittels Glasfaserkabeln verwendet.

In der Medizin ergeben sich vielfältige Einsatzgebiete, wie die Korrektur von Fehlsichtigkeit, die Entfernung von Tattoos oder die Unterstützung einer Krebstherapie. Ebenso erlaubt der Laserstrahl minimalinvasive Eingriffe.

Auch in der Messtechnik findet der Laser Anwendung: Ob Strömungsgeschwindigkeiten oder Wolkenhöhe – eine Messung ohne den Laser ist nicht möglich.

In der Automobilindustrie sind Laser sehr oft als Schweiß- oder Schneidlaser im Einsatz. Das Anschweißen des Autodaches ist eine Aufgabe und ermöglicht uns heute das moderne Design der Fahrzeuge und deren hohe Unfallsicherheit.

Auf zu neuen Taten

bdw_lasertechnik_07Neugier, Forscherdrang, Disziplin und Ehrgeiz – das sind die Eigenschaften, die jeden Studenten der Studienrichtung Lasertechnik auszeichnen sollten. Auch wenn das Studium nicht immer einfach ist, können mit etwas Fleiß und genügend Interesse an der Naturwissenschaft jede Prüfung und alle Praktika gemeistert werden. Die Professoren sind immer für einen da. Selbst wenn eine Frage bereits zum fünften Mal gestellt wurde, stehen sie immer noch geduldig mit Rat und Tat zur Seite. Während an Unis die Physik mitunter sehr theorielastig vermittelt wird, bietet die Hochschule Mittweida den praktischen Hintergrund mit hervorragender Anlagen- und Messtechnik. Der Vorteil liegt auf der Hand. Lernstoff lässt sich am besten einprägen, wenn er nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch angewendet wird. Hierfür stehen zahlreiche Laseranlagen für verschiedenste Praktika während des Studiums zur Verfügung.

Geld verdienen leicht gemacht

bdw_lasertechnik_03Wer sich neben dem Studium ein paar Euros dazu verdienen will, der sollte beim Laserinstitut der Hochschule Mittweida (LHM) vorbei schauen. Dank umfangreicher Forschung gibt es genügend Hiwi-Stellen. Schon ab dem dritten Semester dürfen die Studenten an den Anlagen arbeiten. Zusammenhänge werden schnell verstanden und praktische Erfahrungen gesammelt. Im Endeffekt ein Nebenverdienst, der im Studium und bei Bewerbungen für Praktika und Abschlussarbeit nützt. Kellnern muss also nicht mehr sein und Zeit zum Lernen bleibt obendrein.

Fleiß hat seinen Preis

bdw_lasertechnik_08Das Laserinstitut kommt besonders begabten und engagierten Studenten noch weiter entgegen. So beteiligt sich das Laserinstitut am Deutschlandstipendium und vergibt selbst Leistungsstipendien. Seit 2011 gibt es den jährlich zu vergebenden und mit 1.000 Euro dotierten Mittweidaer Preis für Lasertechnik für die beste studentische Abschlussarbeit in der Lasertechnik.

Auch in der vorlesungsfreien Zeit gibt es die Möglichkeit sich weiterzubilden. Warum nicht Urlaub und Lernen verbinden? In Kooperation mit der TU Gabrovo in Bulgarien entstand in den letzten Jahren die Summer School LaserGab. Zwei Wochen lang widmen sich die Studenten der Lasermaterialbearbeitung. Sie haben neben Vorträgen die Chance mit Firmen ins Gespräch zu kommen.

Der Arbeitsmarkt ruft

bdw_lasertechnik_01Die Berufschancen eines Absolventen der Lasertechnik sind sehr gut, nicht zuletzt durch die breite Grundlagenausbildung im Bachelorstudiengang. Die Lasertechnik in Mittweida ist gut vernetzt. So gibt es allein in Mittweida vier potenzielle Arbeitgeber, wie die ACSYS Lasertechnik GmbH oder die LASERVORM GmbH.

Absolventen haben nach dem Bachelor of Science die Möglichkeit in die Wirtschaft oder in die Forschung und Entwicklung zu gehen. Wem beides liegt, der kann auch die goldene Mitte nehmen und die anwendungsspezifische Forschung wählen.

bdw_lasertechnik_04Der Master in Lasertechnik kann direkt im Anschluss an den Bachelorstudiengang absolviert werden. In vier Semestern bekommen die Studenten einen weiteren akademischen Abschluss und spezifische Kenntnisse über die Lasertechnik. Zudem wird im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsmodule gemeinsam im Team an neuen Projekten gearbeitet. Das erfolgt entweder im Laserinstitut oder in einer externen Firma. Interessant hierbei ist das breite Spektrum. Jeder hat Zeit und Raum seine Stärken im Studium zu finden. Planung, Entwicklung, Produktion und Prüfung – diesen Prozess durchlaufen die Studenten selbstständig in den Projekten.

Laserinstitut_der_Hochschule_Mittweida_kleinWer an den Master eine Promotion anschließen möchte, kann dies aufgrund zahlreicher Kooperationen mit Universitäten direkt hier an der Hochschule Mittweida.

Die Lasertechnik ist längst über die Grenzen von Mittweida hinaus bekannt. Im Jahr 2016 ist der Bau des neuen hochmodernen Institutsgebäudes beendet. Dann befindet sich eines der modernsten Laserinstitute Deutschlands in Mittweida.

 

Britta

Nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit, entschied ich mich für ein Zweitstudium -Medienmanagement- an der Hochschule Mittweida. Nachdem ich ein Semester in Frankreich studierte, arbeite ich nun nebenbei im Hochschulmarketing.

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