ESF-Nachwuchsforscher für die regionale Wirtschaft

ESF-Projekte sollen für Nachwuchswissenschaftler einen Anreiz schaffen, in der Region zu bleiben. Auch das Laserinstitut der Hochschule Mittweida nutzt die Förderung durch den Europäischen Sozialfonds und forscht auf dem Gebiet der Lasermikrobearbeitung.

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Forschungsgruppe Ultraschnelle Mikrobearbeitung mittels Hochleistungslaser | © André Streek

„Der Bedarf nach jungen Wissenschaftlern, die in der Region verbleiben, ist nach wie vor ungebrochen“, so Robby Ebert, Projektmanager des Laserinstituts. Besonders auf dem Gebiet der Lasertechnik zieht es viele junge Menschen immer noch weg aus Sachsen. Um genau das zu verhindern, gibt es seit 1957 den „Europäischen Sozialfonds (ESF)“, der durch die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft entstand.

Auch das Forschungsprojekt Ultraschnelle Mikrobearbeitung mittels Hochleistungslaser, kurz ULMI, profitiert von den Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Nachwuchsforscher an der Hochschule

Im Zeitraum vom  Oktober 2011 bis September 2014 haben es sich die Nachwuchsforscher zur Aufgabe gemacht, Lasertechnologien zur ultraschnellen Mikrobearbeitung zu entwickeln. Derzeit arbeiten an der Hochschule Mittweida neun Hochschulabsolventen in dem vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projekt. Dabei kommen Technologien zur Anwendung wie Lasermikrosintern, Laserschweißen, Schichtauftrag mittels Laser und Laserschneiden. Um das Ganze voranzutreiben werden akustische Messverfahren, Simulationsverfahren und werkstofftechnische Methoden entwickelt und untersucht. Dafür stehen den Mitarbeitern für die drei Jahre insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Besondere am Projekt ist die fachübergreifende Zusammenarbeit von sechs Professoren der Fachgruppen Physik, Werkstofftechnik und Automatisierungstechnik.

Das gesamte Projekt wird durch Dipl.-Ing. (FH) André Streek koordiniert und von Professor Horst Exner geleitet. Nach Aussage von André Streek sind bereits die ersten sehr guten Ergebnisse zur Schallanalytik, schnellen Strahlschaltung, schnellen Übertragung und Speicherung von Daten, zum schnellen Aufzug und Verdichten von Pulver für das Sintern sowie zur komplexen Simulation von Laserprozessen zu verzeichnen.

Überregionales Interesse

Mittlerweile ist das Projekt auch über die Grenzen Mittweidas hinaus bekannt und stößt auf Interesse bei regionalen Firmen, wie der 3D-Micromac AG Chemnitz oder der Sitec GmbH Chemnitz. Auch überregionale Firmen wie Jenoptik Laser GmbH haben längst von dem Projekt Kenntnis genommen und zeigen Interesse.

Um junge Absolventen an die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft heranzuführen, dürfte mit diesem Projekt wohl ein erster Schritt getan sein. Wie sich das Projekt entwickelt, bleibt weiter spannend.

Britta

Nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit, entschied ich mich für ein Zweitstudium -Medienmanagement- an der Hochschule Mittweida. Nachdem ich ein Semester in Frankreich studierte, arbeite ich nun nebenbei im Hochschulmarketing.

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