Goodbye Mittweida

Zumindest vorübergehend kehre ich meiner Wahlheimat Mittweida nun den Rücken und mache ich mich auf den Weg nach Schottland. Ich werde dort den ganzen Sommer verbringen und hoffe, dass es nicht all zu viel regnet.

Aber nun erst einmal zurück zum Anfang: Im Rahmen meines Studiums muss ich ein mindestens zwölf Wochen langes Praktikum absolvieren. Wo ist eigentlich egal. Und da es mich seit jeher in die Ferne zieht, verbinde ich mein Pflichtpraktikum gleich mit einem Auslandsaufenthalt. Geplant ist der dreimonatige Trip nun seit mehr als einem halben Jahr. Ich kann euch versichern, der Weg bis hierhin war nicht immer leicht, aber ich bin mir schon jetzt sicher, dass er sich gelohnt hat.

Zunächst musste ich mir natürlich ein Unternehmen suchen, bei dem ich arbeiten kann. Ich habe unzählige Anfragen rausgeschickt und leider nur sehr wenige Antworten erhalten. Wenn dann doch mal jemand reagiert hat, dann waren es meist auch nur Absagen. Ich war schon ziemlich deprimiert, als mich plötzlich eine Mail aus Edinburgh erreichte und eine kleine Produktionsfirma Interesse zeigte. Die Formalien waren schnell geklärt und ich hatte einen Praktikumsplatz in Schottlands Hauptstadt sicher.

Am Ende meiner Suche zeigte sich mal wieder, dass die Welt doch nur ein Dorf ist. Denn meine Chefin ist eine deutsche Auswanderin. Als ich mich beworben habe, hat zudem gerade eine Praktikantin bei ihr aufgehört. Und nun ratet mal, was und wo die ehemalige Praktikantin studiert: Medienmanagement an der Hochschule Mittweida, genau wie ich!

Als nächstes musste ich mich nun um eine Unterkunft kümmern – auch das ein äußerst nervenaufreibendes Unterfangen. Denn ich habe mir wirklich die beste Zeit ausgesucht, um nach Edinburgh zu reisen: Mitten in der Festival-Saison. Im August und September finden hier zahlreiche künstlerische Events statt, die die Mieten extrem ansteigen lassen. Nichtsdestotrotz habe ich nun ein schnuckliges Zimmer gefunden. Ich wohne gemeinsam mit einer etwas älteren Frau in einem wunderschönen und typisch britischen Haus mit Garten. Und das Beste sind die fünf Minuten Fußweg zum Strand!

Zu guter Letzt muss man sich natürlich auch um die Finanzierung kümmern. Hier stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, man muss nur die richtige für sich finden. Während die Einen durch ihre Eltern unterstützt werden, gibt es auch zahlreiche offizielle Stellen, die solche Vorhaben fördern. Neben dem Auslands-Bafög kann ich es nur empfehlen, sich um ein Erasmus-Stipendium zu bewerben. Dieses Stipendium wird von der EU gefördert und steht allen Studenten zur Verfügung, die ein Auslandssemester oder Praktikum im europäischen Ausland planen.

Nun steht dem Abflug nichts mehr im Weg. Und damit ihr wisst, wie es mir in Schottland ergeht, werde ich euch in den kommenden Wochen hier auf dem Laufenden halten.

Bis dahin!
Cindy

Cindy

Cindy

Studentin Medienmanagement, 5. Semester

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