Reik Steinert, Absolvent Physikalische Technik, Studienrichtung Lasertechnik

Reik Steinert, Absolvent Physikalische Technik, Studienrichtung Lasertechnik

Der Wahlschwede Reik Steinert ist ein schönes Beispiel dafür, dass man sich auch im Studium nochmal neu orientieren kann. Nach dem Abitur absolvierte er seinen Zivildienst beim Krankentransport und Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Dadurch wurde ihm auch klar, in welche Richtung er sich entwickeln möchte: „Ich interessierte mich sehr für Medizintechnik. Deshalb und wegen der Nähe zu meinem Heimatort Rochlitz wollte ich in Mittweida Physikalische Technik  mit der Vertiefungsrichtung Medizintechnik studieren“, erinnert er sich. Doch nach dem Grundstudium lag sein Hauptaugenmerk nicht mehr auf der Medizintechnik. Der junge Mann wurde während des Studiums von der Lasertechnik begeistert, heute einem der größten Forschungsbereiche der Hochschule Mittweida.

Nachdem die neue Richtung klar war, ging es rasant weiter. Reik Steinert erinnert sich: „Ich wollte mein Praktikum im Ausland absolvieren.“ Gesagt – getan! Allerdings fehlten ihm spezielle Fremdsprachenkenntnisse: „Ich hatte keine großen Erfahrungen, daher blieb mir nur ein Land, in dem ich mit Englisch klar kam.“ So landete der Mittelsachse bei Permanova Lasersystem AB im schwedischen Mölndal südlich von Göteborg.  „Bei derselben Firma habe ich meine Diplomarbeit geschrieben und nach dem Studium angefangen zu arbeiten. Heute bin ich immer noch dabei“, resümiert der Techniker und fühlt sich wohl in seinem Job.

Europa und der Rest der Welt

Der Projektingenieur arbeitet eng mit der Konstruktionsabteilung bei Permanova zusammen: „Wenn wir ein Projekt haben, bin ich die erste Zeit in die Planung und den Einkauf der Komponenten einer Anlage involviert. Zusammen mit unseren Konstrukteuren für Mechanik und Elektrotechnik finden wir Lösungen für die Probleme unserer Kunden. Später arbeite ich relativ viel allein. Programmierung und Inbetriebnahme sind dann meine Aufgaben.“ Der Kundenstamm kommt dabei aus der gesamten Welt. Ob Europa, China oder Afrika – Reik Steinert hat schon einiges gesehen. „Dabei versuche ich jedoch nicht länger als zwei Wochen am Stück unterwegs zu sein. Ist der Kunde in der Nähe von Göteborg, kann man pendeln, sonst wohnen wir im Hotel“, sagt der Wahlschwede.

Besonders gefällt Steinert die schwedische Mentalität und die Atmosphäre innerhalb des Unternehmens: „Es ist sehr locker, da das Chef-Angestellten-‚Gefälle‘ in Schweden nicht so ausgeprägt ist wie in Deutschland. Wenn ich ein Problem habe oder mir etwas nicht gefällt, kann ich es einfach sagen.“ Außerdem sei alles ein wenig relaxter als in Deutschland. „Man ist nicht nur auf Gewinn aus, sondern auch auf die Zufriedenheit des Kunden“, meint Steinert und findet doch einen Wermutstropfen: „Etwas störend sind manchmal die vielen Meetings. In Schweden will man es allen recht machen und das resultiert in vielen Meetings.“

Reik Steinert hat seinen Weg gefunden und ein weiterer Umschwung ist (vorerst) nicht geplant – maximal ein Aufstieg. „Mal sehen, vielleicht Projektleiter oder mehr in Richtung Entwicklung. Aber da lasse ich mich überraschen.“ Das ist eben alles etwas relaxter in Schweden.

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