Biotechnologen besuchen Gymnasium in Oschatz

Wie viele Keime schweben durch unsere Luft und wie viele tragen wir eigentlich auf unserer Haut? Sind Toiletten wirklich die schmutzigsten Orte im täglichen Leben? Diesen und weiteren Fragen sind die Schüler des naturwissenschaftlichen Profils des Thomas-Mann-Gymnasium in Oschatz zusammen mit der Fachgruppe Biotechnologie der Hochschule Mittweida in den vergangenen Wochen auf den Grund gegangen.

Biotechnologie_Gymnasium_Oschatz_05Seit einigen Jahren gibt es an der Hochschule Mittweida für die Schüler des Gymnasiums Mittweida eine regelmäßige Arbeitsgruppe im Bereich Biotechnologie, wo sie aktiv werden können und etwas über Biotechnologie lernen. „Wir hatten uns überlegt, dass wir dieses Konzept noch erweitern können“, sagt Sandra Feik von der Fachgruppe Biotechnologie. Gesagt getan: Über Mitarbeiter René Kretschmer entstand der Kontakt zum Thomas-Mann-Gymnasium Oschatz und das Angebot war sehr willkommen. So zog die Fachgruppe aus, um die praktische Arbeit an Ort und Stelle anzubieten. Übrigens zum ersten Mal außerhalb der Grenzen Mittweidas.

Da das Gymnasium natürlich nicht über ein ausgerüstetes Labor verfügt, musste die Fachgruppe alle Utensilien selbst mitbringen. „Wir hatten verschiedenste Dinge dabei. Das reichte von einfachen Stiften, Kitteln, Pipetten bis zu Bunsenbrennern und Petrischalen, um die Experimente überhaupt durchführen zu können“, sagt Sandra Feik und fügt an: „Wir haben die Schüler in kleine Gruppen eingeteilt, um gezielt auf sie einzugehen und natürlich damit die Experimente auch gelingen.“

Organismen in der Luft

Biotechnologie_Gymnasium_Oschatz_04Untersucht wurden verschiedene Dinge des Alltags. Sandra Feik erklärt: „Wir haben zum Beispiel Mikroorganismen aus der Luft quantifiziert.“ Die durch die Luft schwebenden Mikroorganismen fallen zufällig auf die Pertischalen und beginnen die im Medium enthaltenen Nährstoffe zu verstoffwechseln und zu wachsen. Durch die nachfolgende Untersuchung konnten die Schüler mit eigenen Augen sehen, wie viele der kleinen Lebewesen in unserer Luft leben. In einem ähnlichen Experiment untersuchten die Jungs und Mädels der 11. Klasse, wie viele Keime sich auf den menschlichen Fingern tummeln. Abschließend führten sie einen Vereinzelungsausstrich (aus einer Bakterienmischkultur wurden die Mikroorganismen getrennt) mit anschließender Bakterienidentifikation durch.

Insgesamt kann die Fachgruppe ein positives Fazit ziehen. „Die gesamte Aktion ist sehr gut angekommen. Die Schüler und Lehrer waren begeistert und haben nachgefragt, ob wir im nächsten Jahr wieder vorbeikommen könnten“, sagt Sandra Feik.  „Natürlich kommen wir gern wieder und würden diese Praktika auch an weiteren Gymnasien durchführen.“ Bei Interesse melden Sie sich bei Sandra Feik unter feik@hs-mittweida.de.

 

Tino

Tino

Hallo Leute, ich heiße Tino und studiere Medienmanagement an der Hochschule Mittweida (Bachelor). In meiner Zeit hier konnte ich in verschiedenen Projekten wie medienMITTWEIDA, Campus Festival, PropellerTV oder auch 99drei Radio Mittweida mitwirken. Nun versuche ich euch in diesem Blog die Hochschule Mittweida näher zu bringen. Ich hoffe, dass ihr Spaß am Lesen meiner Beiträge habt und freue mich auf euer Feedback bzw. einen Dialog über die Hochschule und ihre Themen. In diesem Sinne: Klickt einfach mal weiter rein und macht's gut. Euer Tino

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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  • Sehr schöne Aktion. Ich habe damals als Kind solche Experimente geliebt und würde mir wünschen, dass sich Unternehmen oder Organisationen öfters mit solchen Projekten befassen würden. Dabei lernen Kinder am besten, meiner Meinung nach.

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