Nach unten sehen erlaubt

Wie finde ich den besten Einstieg? Vielleicht so: Erst das linke Bein, dann das rechte Bein, schön die Schnallen am Gurt festziehen, jetzt noch die richtige Größe an Handschuhen suchen. Gefunden. Noch schnell die „Safty First“-Belehrung und, ganz wichtig, gute Laune auflegen. So beginnt der Morgen im Kletterwald an der Talsperre Kriebstein.

Dort, mitten im Wald, warteten sieben verschiedene Parcours auf unser lustiges Studentengrüppchen. Diese unterschiedlichen Etappen konnten wir nach eigenem Mut und persönlichem Durchhaltevermögen erklettern. Gelegentlich auch eher bewältigen, wie ich später merken musste. Was vom Waldboden betrachtet nicht so schwer aussieht, sollte sich aus luftiger Höhe ganz anders darstellen.

 

Handschuhe an. Karabinerhaken ans Seil. Der Gurt sitzt. Los geht’s.

Selbstgefällig sagte ich mir anfangs, ich bin durch den Gurt gesichert, mir kann ja nichts passieren. Doch dieser schöne Gedanke schützte mich dann nicht mehr, als ich gefühlte 20 Meter über dem Boden auf einem Baum stand. Ehrlich gesagt, waren es vielleicht auch nur sieben Meter, aber von oben sieht das ganz anders aus. Wirklich!

Wenn man einmal eine Strecke beklettert, muss man diese auch bis zum bitteren Ende durchziehen. Todesmutig ging ich also an diese Herausforderung. Strecke eins ließ ich gleich zu Anfang aus. Zu einfach. Die Strecken zwei und drei waren kein Problem. Easy. Doch die Nummer vier sollte mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Eine sportliche Ebene mit einer schwingenden Balken-Tritt-Kombination lies mich dann doch etwas in Panik verfallen. Am Ende hing ich in den Seilen und konnte weder vor noch zurück.

Mein Ehrgeiz brachte mich bis in die Mitte der Strecke und genau dort verließ mich leider mein Mut. So musste ich mich im Schneckentempo von Seil zu Seil, von Trittholz zu Trittholz hangeln. Als ich dann auch diesen Abschnitt, oder doch lieber Leidensweg, bewältigt hatte, fühlte ich mich durchaus positiv bestärkt, um auch den Rest des Parcours zu bezwingen. Kopfüber, mit den Füßen zuerst, an einer Seilbahn hängend und durch den Wald fliegend beendete ich mein sportliches Tagewerk.

Hätte ich mehr Zeit und Kraft besessen, wäre ich noch weiter geklettert.

Wer nach so einem Abenteuer noch eine Stärkung oder eine Abkühlung braucht, findet ganz in der Nähe einen Bootssteg und eine Grillecke. Dort kann man den Tag entspannt ausklingen lassen und eventuell ein Kanu mieten, um über die Talsperre zu paddeln. Davon berichte ich euch aber ein anderes Mal.

Zum Schluss noch ein paar Infos zum Kletterpark:

Öffnungszeiten:

Die Hauptsaison beginnt im Mai und endet im September. Der Park ist täglich von 09.30 – 19.30 Uhr geöffnet. Die Nebensaison läuft von März bis Mai und von September bis November. Der Tag beginnt dann erst um 10.00 Uhr, die letzten Kletterbegeisterten werden um 16.30 Uhr eingelassen.

Montags hat der Kletterwald seinen wohl verdienten Ruhetag (Gruppen werden auf Vorbestellung jedoch trotzdem betreut). Leider kann es immer kurzfristige Änderungen der Öffnungszeiten geben, aber nur wenn das Wetter nicht mitspielt.

Preise:

Erwachsene: 17,00 €
Jugendliche/Studenten/Azubis: 14.00 €
Ab einer Gruppe von 10 Personen zahlt man pro Besucher 2 € weniger. Wenn ihr eine kleinere Gruppe ab fünf Personen zusammen bekommt, dann ruft einfach an und lasst euch preis-technisch beraten.

Dann gibt es noch Folgendes zu beachten:

Die angegeben Preise gelten nur für eine Nutzungsdauer von 150 Minuten. Begleitpersonen haben im Kletterwald freien Zugang. Der letzte Kartenverkauf erfolgt zwei Stunden und 15 Minuten vor Schließung des Parks.

Fotos: Ivaylo Belev

Gerit

Studentin Medienmanagement, 3. Semester

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2 Kommentare zu diesem Artikel

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