Bachelor der Woche – Energie und Automation

Die Vision von einem Roboter, der für uns die Arbeit erledigt, existiert bereits seit Jahrzehnten. Doch was, wenn aus diesem Gedanken Wirklichkeit wird?

Bachelor der Woche: Energie und AutomationIn der Tat sind Roboter längst nicht mehr aus der Industrie und Wirtschaft wegzudenken. In den letzten Jahren hat der Trend, seine Kleidung im Internet zu bestellen, zugenommen. Stressige und nervenraubende Shoppingtouren, bei denen man am Ende doch nicht das findet, was man gesucht hat, waren gestern.

Elektronische Unterstützung

Mit wenigen Klicks ist der Einkauf bequem von der Couch zu Hause erledigt. Die Stationen, die zwischen dem Eingehen der Onlinebestellung bei dem Versandhandel und dem Klingeln des Postmanns an der Haustür durchlaufen werden, sind voll automatisiert.

Amazon, Otto, Zalando – sie alle setzen in ihren großen Lagerhallen Roboter ein, um Vorgänge zu beschleunigen und zu optimieren. Menschen, die vor zahlreichen Regalen stehen und die gewünschte Ware suchen und entnehmen, wird man dort vergebens suchen. Anhand von Codes wissen die Roboter, wo sich welche Ware befindet. Aber Produktionslogistik ist nur eins von vielen Anwendungsgebieten in denen Automatisierungsprozesse eine Rolle spielen.

Maßband war gestern!

In eher traditionellen Unternehmen wie der Schneiderei kommt die moderne Technik ebenfalls zum Einsatz. Heute werden die Kunden 3D-gescannt, um maßgeschneiderte Anzüge zu garantierten. Der Scanner findet aber noch weiteren Einsatz. Bevor die Produkte beim Kunden landen, wird mittels Scanner geprüft, ob die Stücke auch der Norm entsprechen. Falls nicht, werden sie sofort aussortiert – und auch das ist automatisiert.

Kleine Helfer

bdw_energie_automation_04Auch die Gartenarbeit muss nicht mehr in anstrengende, mühselige Aktionen ausarten. Rasenmäher sind mittlerweile solarbetrieben und funktionieren wie von alleine. Nun kann jeder englischen Rasen auch bei sich zu Hause haben.

Aber nicht nur außerhalb des Hauses wird Arbeit abgenommen, sondern auch zu Hause. Einige Staubsauger reinigen voll automatisch. Durch ihre kleine Größe kommen sie bis in die hinterste Ecke. Hausarbeit ist fortan bequem! Im Bereich Intelligentes Wohnen – smart home – werden immer mehr Techniken entwickelt, um ein bequemes Leben zu ermöglichen. So werden an den Fenstern Sensoren angebracht, die das Fenster bei Regen selbstständig schließen. Über Smartphone können zudem Elektrogeräte ferngesteuert werden.

Die Autos der Zukunft

Auch der Begriff Smart Grid, zu deutsch Intelligentes Stromnetz, geht mit dem Zeitalter der Energie und Automation einher. Darunter fällt auch die Elektromobilität. Geräuscharme und emissionsfreie Autos geben den Ton Richtung Zukunft an. Doch beim Fahren ist das Limit dessen, was mit Automatisierungstechniken möglich ist, noch längst nicht erreicht. Was vor allem die Mehrzahl der Frauen freuen dürfte – das Einparken kann uns abgenommen werden. So gibt es spezielle Parkhäuser, auf denen wie von selbst eingeparkt wird. Sobald in eine Garage gefahren wird, wird das Auto automatisch in die Parklücke geführt. Schweißausbrüche hinterm Steuer und Autoreihen, die sich hinter dir bilden, weil sich das Einparken in die Länge zieht, könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

Starker Zusammenhalt

bdw_energie_automation_01Forscherdrang und Kreativität sind die Schlagworte, die jeden einzelnen Studenten dieses Studienganges ausmachen. Neben Grundlagenfächern wie Mathe, Physik und Informatik gibt es auch eine Projektwerkstatt. „Das Besondere hierbei ist, dass die Studenten selbstständig Erfahrungen sammeln können. Professoren stellen dabei Technik zur Verfügung und weisen die Studenten darin ein. Was aus den Projekten wird, liegt an jedem selbst“, berichtet Professor Rauchfuß.

Auch in der Lernwerkstatt spielt der Zusammenhalt eine zentrale Rolle. Studenten geben anderen Studenten wertvolle Tipps und Tricks und lernen solange den Stoff mit ihnen, bis alles sitzt. Das macht fit für die Prüfungen und die Durchfallquoten werden signifikant gesenkt.

Forschung für die Zukunft

Sitzen erst einmal die Grundlagen, gibt es genügend Raum, um zu forschen. So widmet sich ein Forschungsprojekt der Elektromobilität. Wie kann die Ladesäule so konstruiert werden, dass sie zum Aufladen von Elektrofahrzeugen dient? Mit den Akkus können auch Notstromversorgungen für Gebäude hergestellt werden. Um die Netze stabil zu halten, kann Energie aus den Elektroautos kurzzeitig ins Netz eingespeist werden.

Ausflug in die Praxis

bdw_energie_automation_03Wie es in der Industrie und Wirtschaft genau aussieht, lernen die Studenten in einem zwölfwöchigen Praktikum im 6. Semester kennen. Um einen weiteren Blick in die Praxis zu bekommen, werden Exkursionen zum Beispiel zu BMW unternommen. „Dabei erfahren die Studenten, wie das Kommunikationssystem gestärkt und sicher gemacht werden kann. Allein ein Handy kann die Automatisierung der Produktion für eine Minute lahmlegen, weil es auf der gleichen Frequenz  sendet und so enorme finanzielle Verluste nach sich ziehen“, erklärt Professor Schmeißer.

Auch in der Lebensmittelindustrie sind die Prozesse meistens automatisiert, so auch bei der Herstellung von Bieren und Energiedrinks. Produktion, Verpackung, Versand, Lagerung – alles Abläufe, die den Menschen abgenommen werden. Und es werden immer neue Techniken entwickelt, wie Verfahren automatisiert, verbessert und erleichtert werden können.

Wer sich für den Studiengang interessiert, sollte daher ein technisches Grundinteresse mitbringen und Gefallen daran haben, etwas in der Industrie und Wirtschaft zu bewegen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Absolventen des Bachelors of Science haben im Anschluss die Möglichkeit in zwei zusätzlichen Semestern den Abschluss Diplom zu erlangen oder einen Master in Elektrotechnik dranzuhängen, der auch berufsbegleitend absolviert werden kann. Alternativ kann auch der Master Industrial Management mit der Spezialisierung Energiemanagement gewählt werden.

Wer die Zukunft also ein wenig einfacher gestalten möchte, für den dürfte dieser Bachelor genau das Richtige sein.

Britta

Nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit, entschied ich mich für ein Zweitstudium -Medienmanagement- an der Hochschule Mittweida. Nachdem ich ein Semester in Frankreich studierte, arbeite ich nun nebenbei im Hochschulmarketing.

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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  • Markus sagt:

    Ein wirklich cooler Studiengang. Definitiv zukunftssicher – gefällt mir sehr gut. Wenn man den Stellenmarkt so betrachtet sieht man, dass immer mehr Firmen auf den eigenen Energieverbrauch achten und diesen optimieren. Doch auch privat kann da jeder viel machen und vielleicht so mal über Ökostrom nachdenken. Es gibt sogar spezielle Rechner nur dafür – echt genial: https://www.deine-idee-zu-energie.de

    Beste Grüße Markus

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