Bachelor der Woche: Informationssystemtechnik

Was haben ein Geldautomat, ein Rasenmäher, ein Smartphone und der neue 5er von BMW gemeinsam? Sie alle wären ohne die Verfahren der Informationssystemtechnik undenkbar!

Bachelor der Woche: InformationssystemtechnikHast du dich schon einmal gefragt wie unsere Welt ohne Informationsaustausch und –verarbeitung aussehen würde? Kein Licht, keine Heizung, kein Auto, kein Mobilfunknetz… Fast nichts funktioniert heute ohne Informationsverarbeitung. Und nicht nur das! Dank Automatisierung haben wir einen Lebensstandard erreicht wie er vor 20 Jahren nur in Science-Fiction-Filmen existierte.

 

Intelligentes Leben

Home Control | © lassedesignen - Fotolia.com

Home Control | © lassedesignen – Fotolia.com

Google entwickelt ein selbstfahrendes Auto und auch Otto Normalautofahrer kann sich schon heute auf Spurhalteassistent, Abstands- sowie Verkehrszeichenerkennung und sogar eine Einparkautomatik verlassen. Dafür werden über Sensoren große Mengen an Daten erfasst und mittels Bildverarbeitung ausgewertet. Auch unseren Wohnraum können wir vollautomatisch steuern. Eine Temperatur von angenehmen 22°C im Bad direkt nach dem Aufstehen, Fenster, die sich schließen, sobald es beginnt zu regnen und auch die Steuerung von unterwegs via Smartphone sind heute kein Problem mehr.

Energieunternehmen ermitteln aufgrund der Information über die aktuelle Wetterlage wie viel Strom verbraucht und wie viel von Windparks erzeugt wird. Mit diesen Daten erfolgt eine automatisierte Steuerung der Anlagen um den Verbrauch mit der Erzeugung von Energie in Einklang zu bringen. Auch Industrieanlagen werden heute automatisiert gesteuert. Sensoren sind billig und werden vielfältig eingesetzt um Eigenschaften von Produkten zu messen. Die Herausforderung besteht darin die riesigen Mengen an Daten zu erfassen, zu übertragen und auszuwerten und das bei steigenden Produktionsgeschwindigkeiten.

Quadrocopter fliegen in für Menschen gefährliche Gebiete und messen durch Sensoren beispielsweise Radioaktivität. Dabei steuern sie ihren Flug vollkommen autonom und kommunizieren untereinander. Analoges Beispiel für zu Hause ist der Roboter-Rasenmäher. Das Gerät findet seinen Weg durch den Garten selbst und sucht eigenständig die Ladestation auf, wenn der Strom zur Neige geht.

Berufswunsch: Erfinder

Ob nun  dauerhaft englischer Rasen, intelligente Windkraftwerke oder das Google-Car – wer entwickelt all diese Sachen? Gibt es heute noch Erfinder? Es gibt sie! Sie sind kreativ, sie haben Visionen und sie haben einen riesigen Spielplatz an mit innovativen Technologien.

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Haussteuerung mittels Smartphone

Die Informationssystemtechnik beschäftigt sich speziell mit Technologien zur Erfassung, Verarbeitung, Speicherung und Weiterleitung von Informationen. Neben einer großen Portion Neugier sollten zukünftige Erfinder dafür auch ein Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge mitbringen. Physik, Elektrotechnik und Informatik gehören genauso zum Studium wie Mathematik. Basierend auf diesen Grundlagen entwickelt der Informationssystemtechniker komplette Systeme ausgehend von den Algorithmen bis hin zur Implementierung in Hard- oder Software. „Wir haben die passenden realen Anwendungen für theoretische Lösungen“ beschreibt Alexander Lampe, Prof. für Signal- und Systemtheorie, die Zusammenarbeit im Bereich Naturwissenschaften mit einem Augenzwinkern.

Absolventen heiß begehrt

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Vorlesung „Computernetzwerke“

Die Informationssystemtechnik nutzt die Schnittstellen zur Mathematik und Informatik zur Lösung praktischer Problemstellungen und zählt damit zu den angewandten Wissenschaften. „Unsere Ausbildung ist in den theoretischen Fächern genauso gut wie an einer Uni, nur wir haben mehr Praxis.“ vergleicht Prof. Lampe das Studium in Mittweida mit der Ausbildung an Universitäten. „In ca. 50 Prozent aller Fächer haben unsere Studenten Praktika, die sie dann auch selbst durchführen. Das geschieht in kleinen Gruppen um jeden Studenten individuell zu fördern und fordern.“

Aus ihrem zwölfwöchigen Betriebspraktikum kommen viele Studenten dann bereits mit ihrem ersten Arbeitsvertrag zurück. „Zurzeit haben wir fünfmal mehr Anfragen von Firmen nach Absolventen als  Studenten.“ beschreibt Prof. Lampe die Situation am Arbeitsmarkt. „Die Einstiegsgehälter in der Branche spiegeln diese Nachfrage wieder.“ Die Einsatzgebiete für Absolventen in Unternehmen sind vielfältig. Das Spektrum reicht vom technischen Experten über die technische Betreuung von Projekten als Projektmanager bis hin zu Führungspositionen. „Wer kreativ ist, in seinem Job Abwechslung sucht und sich im Berufsleben ständig weiterentwickeln möchte ist in der Informationssystemtechnik genau richtig.“ schwärmt Prof. Lampe vom abwechslungsreichen Projekteinsatz im Job.

Ein immer noch ungelöstes Problem ist das 3D-TV ohne Zusatzgeräte. Vielleicht hast du ja die geniale Lösung dafür?

Saskia

Saskia

Ich studierte in Mittweida Informationstechnologie (B.Sc.) und Industrial Management (M.Sc.). Meine Leidenschaft für Social Media brachte mich zum Hochschulmarketing, wo ich für diesen Blog und die offiziellen Social Media Kanäle der Hochschule Mittweida verantwortlich bin.

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